Giraffe
Das Leben einer Giraffe beginnt mit einem Sturz aus etwa zwei Metern Höhe, denn die Muttertiere gebären im Stehen, So kann sich der Nachwuchs sprichwörtlich schon mal „an die Höhenluft gewöhnen“ – denn mit einer Körpergröße von bis zu mehr als fünf Metern ist die Steppengiraffe das größte (höchste) Landtier der Erde.
Unsere beiden Giraffen in der „Savanne“ gehören sozusagen zum Grundinventar des Museums. Alexander Koenig persönlich brachte sie einst von einer Forschungsreise in den heutigen Sudan mit nach Bonn. Das stehende Exemplar ist so groß, dass es aufgestellt nicht aus den Ausstellungshallen entfernt werden kann. Am 1. September 1948 wurde es aus diesem Grund „Zeitzeuge“ eines ganz besonderen geschichtlichen Ereignis: Dem Festakt zum Zusammentritt des parlamentarischen Rates – der „Geburtsstunde“ der Bundesrepublik Deutschland. Daher gaben die Bonner dem Tier den Spitznamen „Bundesgiraffe“!
Außer dem Menschen sind Löwen die einzig ernst zu nehmende Gefahr für die großen Pflanzenfresser. Kleinere Raubtiere wie Hyänen können nur den Jungtieren wirklich gefährlich werden. Durch die fortschreitende Lebensraum-Zerstörung aber nimmt der Bestand frei lebender Giraffen stetig ab, wenngleich sie auf der Internationalen Roten Liste noch nicht als gefährdet eingestuft werden. Aus den Gebieten nördlich der Sahara sind sie schon lange komplett verschwunden. Mittlerweile verteilen sich die Bestände nur noch „fleckenhaft“ in den Savannengebieten südlich dieser Grenze.